Es gibt keinen Plan für alle
Viele wünschen sich einen fertigen Wochenplan. Doch bislang ist nicht eindeutig geklärt, ob eine bestimmte Ernährungsform für Menschen mit Typ-2-Diabetes langfristig besonders geeignet ist. Deshalb geht es weniger um einen starren Plan als um einige Grundprinzipien, die sich flexibel in Ihren Alltag einbauen lassen.
Verschiedene Ernährungsformen wie eine mediterrane, vegetarische oder pflanzenbetonte Kost gelten als geeignet – entscheidend ist, dass sie zu Ihnen passt und sich dauerhaft durchhalten lässt.
Die Teller-Methode als Bauplan
Eine einfache Orientierung ohne Kalorienzählen bietet die Teller-Methode. Sie teilt den Teller in drei Bereiche auf:
- Etwa die Hälfte Gemüse (und etwas Obst) als ballaststoffreiche, kalorienarme Basis
- Etwa ein Viertel eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Ei, Hülsenfrüchte oder Milchprodukte, möglichst fettarm
- Etwa ein Viertel Kohlenhydrat-Beilage wie Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Getreide – am besten in der Vollkornvariante
So entstehen ausgewogene Mahlzeiten, bei denen komplexe Kohlenhydrate den Blutzucker langsamer ansteigen lassen als Weißmehl oder Zucker.
Worauf es zusätzlich ankommt
Über die einzelne Mahlzeit hinaus helfen ein paar Leitlinien:
- Ballaststoffe großzügig einplanen, empfohlen werden mindestens 30 Gramm pro Tag – etwa fünf Portionen Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot
- Freien Zucker und stark verarbeitete Produkte zurückstellen
- Zuckergesüßte Getränke meiden und durch Wasser oder ungesüßten Tee ersetzen
Welcher Plan konkret zu Ihrem Gewicht, Ihrem Alltag und Ihrer Behandlung passt, ist individuell verschieden. Empfohlen wird eine individuell zugeschnittene Ernährungsberatung – besprechen Sie Ihren persönlichen Plan am besten mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft oder Ihrem Diabetes-Team.