Naschen ist erlaubt – in Maßen
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes fragen sich, ob sie ganz auf Süßes verzichten müssen. Die beruhigende Antwort: nein. Zucker oder Süßigkeiten allein verursachen keinen Diabetes, und es gibt keine streng verbotenen Lebensmittel. Problematisch ist ein übermäßiger Verzehr, weil große Mengen Süßigkeiten und zuckerhaltiger Lebensmittel Übergewicht fördern können.
Süßigkeiten dürfen daher ein bewusster Genuss sein – in kleinen Portionen statt in großen Mengen.
Warum Maßhalten wichtig ist
Süßigkeiten enthalten meist freien Zucker, der den Blutzucker rasch ansteigen lässt, und liefern zugleich viele Kalorien bei wenig Sättigung. Eine gängige Orientierung ist, freien Zucker insgesamt zu begrenzen und gesüßte Lebensmittel wie Süßigkeiten, Gebäck und Desserts eher selten und in kleinen Mengen zu essen.
Hilfreich beim Naschen sind:
- Kleine Portionen bewusst genießen statt nebenbei essen
- Süßes eher im Anschluss an eine Mahlzeit als auf leeren Magen
- Die Süßigkeit in die gesamte Kohlenhydratmenge des Tages einrechnen
- Zuckergesüßte Getränke meiden, da flüssiger Zucker den Blutzucker besonders schnell anhebt
Cleverer naschen
Wer öfter Lust auf Süßes hat, kann auf Alternativen ausweichen: Obst als natürliche Süße, ein kleines Stück dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil oder mit Süßstoff gesüßte Varianten. So bleibt der Blutzuckeranstieg oft moderater.
Wie stark einzelne Süßigkeiten Ihren Blutzucker beeinflussen, ist individuell verschieden. Ein Blutzucker-Tagebuch hilft, das herauszufinden. Besprechen Sie Ihren Umgang mit Süßem am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beziehungsweise Ihrem Diabetes-Team.