Obst ist erlaubt
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes fragen sich, ob sie Obst überhaupt essen dürfen. Die Antwort lautet: ja. Obst liefert Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu.
Entscheidend ist die Auswahl und die Menge, nicht ein grundsätzlicher Verzicht.
Günstige Auswahl
Empfehlenswert sind ganze Früchte, deren Zucker zusammen mit Ballaststoffen langsamer ins Blut übergeht:
- Beeren wie Heidelbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren
- Apfel und Birne, idealerweise mit Schale
- Steinobst in passender Portion
Zurückhaltender sollten Sie bei Fruchtsäften und Trockenobst sein. Sie sind konzentrierter und lassen den Blutzucker schneller ansteigen. Essen Sie Obst möglichst ganz statt als Saft.
Portion und Kombination
Hilfreich ist es, Obst über den Tag zu verteilen und auf die Portionsgröße zu achten – oft entspricht eine Portion etwa einer Handvoll. Die Kombination mit etwas Eiweiß oder gesundem Fett, zum Beispiel Naturjoghurt oder einigen Nüssen, kann den Blutzuckeranstieg abmildern.
Wichtig ist immer die gesamte Kohlenhydratmenge einer Mahlzeit. Wie Ihr Blutzucker auf einzelne Obstsorten reagiert, lässt sich gut beobachten – besprechen Sie Ihre Erfahrungen mit Ihrem Diabetes-Team.