Kartoffeln dürfen auf den Teller
Kartoffeln müssen bei Typ-2-Diabetes nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Sie liefern neben Kohlenhydraten auch Vitamine, Kalium und etwas Ballaststoffe. Wie bei anderen Beilagen kommt es auf Menge und Zubereitung an.
Zubereitung macht den Unterschied
Die Form der Kartoffel beeinflusst, wie schnell der Blutzucker steigt:
- Pell- und Salzkartoffeln gelten als günstigere Wahl
- Kartoffelpüree wird sehr fein zerkleinert und kann den Blutzucker schneller anheben
- Pommes frites und Bratkartoffeln liefern zusätzlich viel Fett und Kalorien
Ein bekannter Effekt: Gekochte und wieder abgekühlte Kartoffeln, etwa als Kartoffelsalat, bilden resistente Stärke, die der Körper langsamer verwertet und die den Blutzucker etwas weniger ansteigen lässt.
Portion und Kombination
Wichtig ist die Portionsgröße als Teil der gesamten Kohlenhydratmenge einer Mahlzeit. Wer Kartoffeln mit reichlich Gemüse und einer Eiweißquelle kombiniert, dämpft den Blutzuckeranstieg im Vergleich zu einem großen Berg Kartoffeln allein.
Wie stark Kartoffeln Ihren Blutzucker beeinflussen, ist individuell verschieden. Ein Blutzucker-Tagebuch hilft, das herauszufinden. Besprechen Sie Ihre Beobachtungen mit Ihrem Diabetes-Team.