Das Langzeitgedächtnis des Blutzuckers
Der HbA1c-Wert beschreibt, wie viel Zucker sich im Blut dauerhaft an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) angelagert hat. Da rote Blutkörperchen mehrere Wochen leben, zeigt der Wert den durchschnittlichen Blutzucker der letzten rund acht bis zwölf Wochen.
Man spricht deshalb oft vom Langzeitzucker oder Langzeitgedächtnis des Blutzuckers.
Wie er gemessen wird
Der HbA1c wird im Labor aus einer Blutprobe bestimmt – unabhängig davon, ob Sie nüchtern sind. Angegeben wird er in zwei Formaten:
- in Prozent (z. B. 6,5 %)
- in mmol/mol
Beide Angaben beschreiben denselben Wert. Welche Form Sie auf Ihrem Befund finden, hängt vom Labor ab.
Warum er wichtig ist
Anders als eine einzelne Messung ist der HbA1c weniger von Tagesschwankungen abhängig. Er hilft einzuschätzen, wie der Blutzucker insgesamt über die Wochen lag, und unterstützt so die Beurteilung der Behandlung.
Der Wert allein sagt aber nicht alles aus, da er Hoch- und Tiefphasen ausmittelt. Welcher HbA1c-Zielbereich für Sie sinnvoll ist, ist individuell. Besprechen Sie Ihren Wert am besten mit Ihrem Diabetes-Team.