Messung per Fingerstich
Der Fingerstich ist die klassische Methode der Selbstmessung. Mit einer kleinen Lanzette gewinnen Sie seitlich an der Fingerbeere einen Blutstropfen, geben ihn auf einen Teststreifen und lesen den Wert am Messgerät ab.
Diese Methode liefert eine Momentaufnahme des Blutzuckers im Blut. Sorgfältiges Händewaschen vor der Messung ist wichtig, da Rückstände das Ergebnis verfälschen können.
Messung per Sensor
Ein Sensor zur Gewebezuckermessung wird auf die Haut – meist am Oberarm oder Bauch – geklebt und misst fortlaufend den Zucker im Unterhautgewebe, nicht direkt im Blut. Die Werte lassen sich über den Tag verfolgen, oft mit Trendpfeilen und Warnhinweisen.
Wichtig zu wissen: Der Gewebezucker folgt dem Blutzucker mit einer kleinen Verzögerung. Es kann einige Minuten dauern, bis sich eine Änderung des Blutzuckers im Gewebe zeigt – besonders, wenn der Wert sich schnell ändert.
Welche Methode passt?
Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von der Behandlung und der persönlichen Situation ab:
- Der Fingerstich ist einfach verfügbar und zeigt den Blutzucker im Moment
- Ein Sensor macht Verläufe sichtbar, ohne mehrfach stechen zu müssen
- Manchmal werden beide Methoden ergänzend genutzt
Beide Verfahren liefern nur dann nützliche Hinweise, wenn die Werte festgehalten werden. Welche Messmethode für Sie geeignet ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Diabetes-Team.