Veranlagung, nicht die Krankheit selbst
Eine häufige Sorge ist, Typ-2-Diabetes werde unausweichlich vererbt. Das ist so nicht richtig: Über die Gene wird nur eine Veranlagung für Typ-2-Diabetes weitergegeben, nicht die Erkrankung selbst.
Eine familiäre Häufung bedeutet also ein erhöhtes Risiko – aber kein feststehendes Schicksal.
Wie stark das Risiko steigt
Die familiäre Vorgeschichte gehört zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren. Zur Orientierung:
- Bei einem betroffenen Elternteil ist das Risiko etwa 1,7-fach erhöht
- Sind beide Eltern betroffen, steigt es auf knapp das Dreifache
Diese Zahlen beschreiben eine Wahrscheinlichkeit, keine Gewissheit. Viele Menschen mit familiärer Vorbelastung entwickeln keinen Diabetes.
Was Sie selbst beeinflussen können
Auch bei erblicher Veranlagung spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle. Ob aus der Veranlagung eine Erkrankung wird, hängt stark von Faktoren wie Bewegung, Ernährung und Gewicht ab.
Wenn Diabetes in Ihrer Familie vorkommt, kann es sinnvoll sein, das eigene Risiko zu kennen und Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen. Besprechen Sie Ihr persönliches Risiko am besten mit Ihrem Diabetes-Team.