Warum die Heilung gestört sein kann
Ein über lange Zeit erhöhter Blutzucker kann sowohl Nerven als auch Blutgefäße schädigen. Beides erschwert die Wundheilung – besonders an den Füßen.
Durch Nervenschäden wird Schmerz oft schwächer wahrgenommen, sodass Verletzungen, Druckstellen oder Blasen leicht unbemerkt bleiben.
Schlechtere Durchblutung und Infektabwehr
Hinzu kommen häufig Durchblutungsstörungen: Wird das Gewebe schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, heilt eine Wunde langsamer.
Auch die körpereigene Infektabwehr kann bei hohen Blutzuckerwerten beeinträchtigt sein. Dadurch können sich Wunden leichter entzünden und chronisch werden.
Was die Heilung unterstützt
Sie können die Wundheilung aktiv unterstützen:
- die Füße täglich kontrollieren, auch Sohlen und Zwischenräume
- einen gut eingestellten Blutzucker anstreben
- kleine Wunden früh und sauber versorgen
- nicht barfuß laufen und auf passende Schuhe achten
Bestehende oder sich verschlechternde Wunden gehören zeitnah ärztlich abgeklärt, statt sie selbst zu verharmlosen. Wie Ihre Wundversorgung aussehen sollte, besprechen Sie am besten mit Ihrem Diabetes-Team.