Kaffee ist in der Regel unbedenklich
Für die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes ist Kaffee in üblichen Mengen kein Problem. Im Gegenteil: Studien zeigen, dass Menschen, die Kaffee trinken, ein statistisch geringeres Risiko haben, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes zu erkranken. Dieser beobachtete Zusammenhang gilt für koffeinhaltigen wie auch entkoffeinierten Kaffee.
Wichtig ist aber: Aus diesem statistischen Zusammenhang lässt sich keine Empfehlung ableiten, extra mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. Wer Kaffee gut verträgt und gerne trinkt, kann dies jedoch bedenkenlos tun.
Auf die Zubereitung kommt es an
Den größten Unterschied macht, was im Kaffee landet:
- Schwarzer Kaffee ohne Zucker beeinflusst den Blutzucker praktisch nicht
- Wenig Milch ist unproblematisch; große Mengen Milch oder Sahne erhöhen vor allem die Kalorien
- Zucker, Sirup und süße Kaffeespezialitäten wie Latte mit Aroma lassen den Blutzucker steigen und liefern viele Kalorien
Eine grobe Orientierung aus der Forschung sind etwa drei bis vier Tassen pro Tag – allerdings ohne große Mengen Milch und Zucker.
Was zusätzlich zu beachten ist
Koffein kann individuell unterschiedlich wirken, etwa auf Schlaf, Herzschlag oder Blutdruck. Wer empfindlich reagiert oder Begleiterkrankungen hat, sollte die Menge anpassen. Auch wenn Kaffee zur Flüssigkeitsbilanz beiträgt, bleibt Wasser das wichtigste Getränk.
Ob und wie viel Kaffee in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beziehungsweise Ihrem Diabetes-Team.