Was der Test misst
Der orale Glukosetoleranztest – kurz oGTT oder umgangssprachlich Zuckerbelastungstest – zeigt, wie der Körper mit einer festgelegten Menge Zucker umgeht. Geprüft wird, wie stark der Blutzucker nach dem Trinken einer Zuckerlösung ansteigt und ob er sich wieder ausreichend senkt.
Der Test wird oft eingesetzt, wenn ein Verdacht auf eine gestörte Zuckerverarbeitung besteht, etwa bei grenzwertigen Werten oder zur Abklärung einer Vorstufe von Diabetes.
Wie der Test abläuft
Der oGTT findet morgens und nüchtern statt. Nüchtern bedeutet, dass Sie davor mehrere Stunden nichts gegessen und außer Wasser nichts getrunken haben. Der typische Ablauf:
- Zuerst wird der Nüchternblutzucker aus einer Blutprobe bestimmt
- Anschließend trinken Sie eine Zuckerlösung (in der Regel 75 g Glukose in Wasser)
- Nach zwei Stunden wird der Blutzucker erneut gemessen
In dieser Zeit sollten Sie ruhig bleiben, da Bewegung, Essen und Rauchen das Ergebnis verfälschen können.
Was die Ergebnisse bedeuten
Anhand des Werts zwei Stunden nach dem Trinken lässt sich einordnen, ob die Zuckerverarbeitung normal ist, im Grenzbereich liegt oder auf einen Diabetes hindeutet. Ein einzelner auffälliger Wert ist dabei noch keine endgültige Diagnose.
Der oGTT ist nur einer von mehreren Bausteinen der Diagnostik und wird gemeinsam mit anderen Werten betrachtet. Was Ihre Ergebnisse konkret bedeuten, bespricht am besten Ihr Diabetes-Team mit Ihnen.